Friedrich-Schiller-Universität Jena

Interphraseologie auf dem Balkan

Förderung:
Europäische Union (Long life learning)

Laufzeit:
01.01.2013 - 31.12.2014

Projektleitung:
Prof. Dr. Thede Kahl

Projektmitarbeiter:
Francis Gieseke-Golembowski (50%, Februar 2013 - März 2014)
Ioana Nechiti (50%, Dezember 2013 - Juli 2014)

Studentische Hilfskraft:
NN

Projektbeschreibung:
Im Januar 2013 beginnt in Zusammenarbeit der Südslawistik mit der Indogermanistik ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt, gemeinsam mit Kollegen aus Rumänien, Bulgarien, Griechenland und der Türkei im Rahmen des EU-Programms für lebenslanges Lernen.

In der modernen Lebens- und Arbeitswelt gehören für viele Personen längere Aufenthalte in einem anderen Land, sei es zum Studium, sei es zur Arbeit oder einfach für das Curriculum vitae. Ein Hindernis dabei kann die fremde Sprache sein. Das Projekt setzt sich daher zum Ziel, mit Hilfe eines audio-visuellen E-Learning-Angebotes für Selbstlerner mit Schwerpunkt auf jungen Erwachsenen (ca. 15-30 Jahre) sowie mit Angeboten für Lehrende, die Eingewöhnungsphase in ein anderes Land  auf sprachlicher Ebene zu erleichtern. Inhaltlich geht es um Tätigkeiten, die die meisten dabei absolvieren müssen: Meldung bei offiziellen Stellen, Wohnungssuche, Ausfüllen von Formularen usw. Die sprachlichen Anforderungen, die zu bewältigen sind, gehen also über die Business-Sprache hinaus, sind aber auch nur in begrenztem Umfang Gegenstand der schulischen und universitären Sprachausbildung.

Das Projekt  möchte eine Lücke schließen, indem es südosteuropäische Sprachen in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig an die dortige jahrhundertelang ausgeprägte Zwei- und Mehrsprachigkeit anknüpft und dem Nutzer dieses Vorwissen bewusst macht.  Gegenstand  des kulturvermittelnden Projekts sind Interphraseologismen, Wortverbindungen mit übereinzelsprachlichen Gemeinsamkeiten. Die Sprachvielfalt Europas, aber auch sprachlich-kulturelle Gemeinsamkeiten werden dabei deutlich gemacht. Die Partner kommen nicht nur aus der Sprachwissenschaft, sondern auch aus der Fremdsprachendidaktik und der Praxis. Damit soll auch der gemeinhin lange Weg von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Didaktik und weiter zum Unterricht verkürzt werden. Dem Projekt kommt insofern auch Modellcharakter zu. Es ist modular aufgebaut, und kann daher nach dem Ende der Förderung bestens weiter ausgebaut werden.