Friedrich-Schiller-Universität Jena

Verlag des Instituts für Slawistik

show Content Die Geschichte der russischen Literatur (digitale Ausgabe)

show Content Anna Achmatova: 50 Gedichte

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DIE WEIDE

    Und das verdorrte Astgewirr.
    Puschkin

    Im Mosaik der Stille war ich Kind,
    In Kühle wuchs heran auch mein Jahrhundert;
    Wenn Menschen sprachen, war ich nur verwundert,
    Verständlich sprach zu mir allein der Wind.
    Die Klette und die Nessel liebt' ich beide,
    Doch noch viel inniger die Silberweide.
    Und dankbar war zu leben sie bereit
    Mit mir zusammen. Aus den Trauerzweigen
    Fiel stets in meine Nacht der Träume Reigen...
    Nun kam - vor meiner - ihre Sterbezeit!
    Dort ragt der Stumpf, und fremde Stimmen steigen
    Aus andern Weiden, flauen wieder ab,
    Hier, wo sich diese unsre Himmel neigen.
    Ich schweige... denn mein Bruder liegt im Grab.

    1940

Anna Achmatova (1889-1966) hat viele ihrer klaren, schnörkellosen Gedichte der künstlerischen Inspiration gewidmet, die sie oft in einem Bild konkretisiert: als Mädchengestalt - oder auch als Baum. Die hier versammelten russischen Texte und deutschen Nachdichtungen, zum Teil bereits 1998 publiziert, fanden große Resonanz. Ergänzt werden sie nun durch zahlreiche weitere Musen- und 'Dichtungsgedichte'.
ISBN 3-9805226-4-4    

10,- Euro

show Content Festschrift zum Gedenken an J. Kollár

Deutschland und der slawische Osten
- Festschrift zum Gedenken an den 200. Geburtstag von Ján Kollár -

Vorwort zur Internet-Ausgabe

In Jena ist wiederholt der runden Jahrestage von Ján Kollár (1793 - 1852) gedacht worden, zum letzten Mal des 200. Geburtstages im Jahre 1993. Damals erschien im Institut für Slawistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein kleiner Sammelband, der Kollárs Wirken und seine Nachleben kritisch würdigte: „Deutschland und der slawische Osten. Festschrift zum Gedenken an den 200. Geburtstag von Ján Kollár. Herausgegeben von Ulrich Steltner, zusammen mit Sigmar Pfeil, Gerhard Schaumann, Günter Schmidt und Gregor Schwirtz.“ Jena 1994.

Am 24. Januar 2002 jährte sich Kollárs Todestag zum 150. Mal. Da es nicht angebracht erschien, erneut eine Festschrift zu publizieren, andererseits aber die Festschrift von 1994 seit Jahren restlos vergriffen ist und somit auf ein deutliches Interesse gestoßen war, hat sich das Institut für Slawistik entschlossen, diese Festschrift neu aufzulegen, und zwar in elektronischer Form (Gesamtgröße ca. 2 MB). Grundlage ist der elektronisch überlieferte Text der Originalausgabe. Daraus rühren einige kleine technische Mängel, insbesondere im Bildteil, die aber wohl zu verschmerzen sind.

Die Publikation kann insgesamt als KollarPDF.zip heruntergeladen und danach über die entsprechenden Programme dargestellt werden (z.B. WinZip® und ACROBAT READER®), und zwar jeweils einzelne Beiträge i.S. der Struktur des nachfolgenden Inhaltsverzeichnisses. Die einzelnen Beiträge können als PDF-Dateien auch je für sich abgerufen und mit Hilfe von ACROBAT READER® gelesen werden.

Der Herausgeber dankt Stefanie Hey, die sich um die Konversion der Texte gemüht hat, und Helmut Peukert, durch den das Ganze internetfähig geworden ist.

Ulrich Steltner
Jena, im Oktober 2002

 

Inhalt

Titelblatt

Grußwort des Rektors

Vorwort
  
Inhalt / Contents / Obsah
 

Gerhard Schaumann: 
Kollárs Panslawismus 15
Gudrun Langer:  Der tschechische Romantiker K. H. Mácha und das Problem der supranationalen Literaturbetrachtung 21
Brunhilde Neuland:  Die Aufnahme Herderscher Gedanken in Ján Kollárs Schrift "Über die literarische Wechselseitigkeit zwischen verschiedenen Stämmen und Mundarten der Slawen" 31
Jozef Benovsky:
Die kulturhistorischen und museologischen Aktivitäten Ján Kollárs 39
Nadezda Pollaková:
Kollár and Modern Slovak Literary Science 43
Joachim Bauer: Beziehungen der Jenaer Universität nach Mittel-, Ost-, und Südosteuropa im 18. Jahrhundert 45
            grafische Darstellungen zum Beitrag
Sigmar Pfeil: Weimar zur Goethezeit und das östliche Europa. Verbindungen, Einflüsse und Probleme 59
Leni Arnold: Die Promotion von Vuk Karadzic in Jena. Eine Dokumentation 67
            Reproduktionen zum Beitrag
Edmund Hleba: Slowakisch-deutsche Beziehungen am Lyzeum in Levoca in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts 85
Emilia Bieliková/Jozef Benovsky: Deutsche Archivalien im Literaturarchiv der Matica Slovenská 89
Ulrich Steltner: Przybyszewski - Schriftsteller in zwei Nationalkulturen 93
Thomas Grüning: Rußland und das Abendland. Vorgaben der Geschichte und Aufgaben des Tages für einen Dialog der Kulturen 103
Leni Arnold: Studierende aus ost- und südosteuropäischen Ländern an der Universität Jena. Eine Zahlenübersicht 113
Gregor Schwirtz: Ján Kollár-Ehrung 1993 in Jena. Eine Dokumentation 115

Abbildungen 117

Abb. 1: Ján Kollár - Kupferstich
Abb. 2: "Collegium Jenense"
Abb. 3 Gedenktafel im Kollegienhof
Abb. 4a/b Eintragung Kollárs in das Anmeldebuch
Abb. 5 Liste der akad. Zeugnisse für Studierende (1819)
Abb. 6: Kollárs Lobeda/Radierung
Abb. 7: Elternhaus von Kollárs Ehefrau
Abb. 8: Kollárs Gedenkstein in Lobeda

show Content Michail Lermontov: Der Dämon

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Michail Lermontov: Der Dämon.

     Eine orientalische Erzählung.    
Russisch-deutsch. Übersetzt von Christine Fischer    
Jena: Institut für Slawistik 2000     I
SBN 3-9805226-3-6    
8,- Euro

Der Dämon, Herr der Heimatlosen,    
Flog überm dunklen Erdental,    
Und seinen wirren Geist liebkosten    
Erinnerungen ohne Zahl...


An seinem Poem Demon (Der Dämon) arbeitete Michail Lermontov von 1829 bis zu seinem Todesjahr 1841. Erster Impuls war ein Puschkin-Gedicht; daneben finden sich Anklänge an das Faust-Motiv sowie Bezüge zu Byron. Trotz seiner Einbettung in die europäische Literaturtradition nimmt der Dämon eine Sonderstellung innerhalb der russischen Romantik ein - er ist geprägt von einzigartiger lyrischer Sprachintensität und weckte vielleicht gerade deshalb nie das Interesse epigonaler Dichter.

Christine Fischer (geb. 1967) debütierte 1991 mit Übertragungen aus der Lyrik Lermontovs. Außerdem übersetzte sie u.a. die russischen Symbolisten, Fet, Zabolockij und Achmatova.

Es gelingt der Übersetzerin, Lermontovs flüssige Verse in ein stilistisch sauberes Deutsch zu bringen, das zudem auch das romantische Kolorit des Originals bewahrt.
(NZZ, 27. Febr. 2001)

(vergriffen, ist aber als pdf-Datei zu haben.)

show Content Nikolaj Zabolockij: Architektur des Herbstes. Gedichte

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Nikolaj Zabolockij: Architektur des Herbstes. Gedichte
Russisch-deutsch, übertragen von Christine Fischer, Jena 1996
(= "Schriften und literarische Texte", Bd. 1)
12,40 Euro
ISBN 3-9805226-0-1            

Mit dem Lyrikband Architektur des Herbstes von Nikolaj Zabolockij (1903-1958) im russischen Original und in den Übertragungen von Christine Fischer eröffnete das Institut für Slawistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena seine Reihe "Schriften und literarische Texte". Das Buch enthält ca. 70 Gedichte Zabolockijs, wobei verschiedene Schaffensperioden des bedeutenden, in Deutschland noch fast unbekannten Lyrikers berücksichtigt werden. Auf die originelle, unverwechselbare Metaphorik Zabolockijs wurde hierbei ebenso Wert gelegt wie auf die Musikalität seiner Sprache. Zusätzliche Informationen über sein Leben und Werk vermitteln Anmerkungen zu bestimmten Gedichten und ein ausführliches Nachwort.

Der facettenreiche Band richtet sich an Literaturwissenschaftler, Studenten der Slawistik und alle anderen an Lyrik interessierten Leser.

"[...] Zabolockij [erscheint] hier erstmals in deutscher Sprache als Meister der Liebeslyrik. Christine Fischer hat 6 der 10 Gedichte des späten Lyrikzyklus Poslednjaja ljubov' (1956) hervorragend übertragen."
(ZfSlPh, Bd. 58, H. 2, 1999, S. 461).

Leuchtkäfer

Die Wörter sind für mich wie Leuchtkäfer: sie funkeln.
Siehst du nicht aufmerksam ins nächtlich-schwarze Land,
Bleibt ihre reine Glut dir unsichtbar im Dunkeln,
Bleibt ihr beseelter Staub für immer unerkannt.

Im Frühling kannst du sie in Sotschi oft erleben,
Wo Oleander ruhn, von vielen Blüten schwer,
Wo meeresgleich am Grund der Nacht die Käfer schweben
Und trauervoll am Strand zerbirst das andre Meer.

In einem Atemzug die ganze Welt verbindend
Entweicht dir unterm Fuß die Erde, unser Stern;
Die Käfer sieht man nicht: vom Weltgebäude kündend
Dringt her ein Wetterschein, in Wellen, ganz von fern.

Fanfaren-, Schellenklang ertönt nun immer wilder
Hoch oben in der Luft, gemächlich dort und hier.
Wie arm die Wörter sind! Der Käfer Ebenbilder!
Und doch gehorchten sie - all diese Tiere - mir.

1949

show Content Deutsch- Weißrussischer Sprachführer (elektronische Ausgabe)

Deutsch-Weißrussischer Sprachführer
- Grammatik, Gesprächsbuch, Wörterbücher -

Vorwort zur elektronischen Ausgabe

Die zweibändige Ausgabe des Deutsch-weißrussischen Sprachführers war nach etwa zwei Jahren vergriffen. Das Institut für Slawistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat sich angesichts der Nachfrage zu einer Wiederauflage entschlossen, die allerdings in elektronischer Form vorgelegt wird. Neben der Finanzierung spielte dabei die Überlegung eine Rolle, dass sich der Sprachführer in erster Linie an Studierende richtet, denen mit der elektronischen Ausgabe eine kostengünstige Variante angeboten werden soll. Die Ausgabe kann entweder als Ganzes vom Server der Digitalen Bibliothek Thüringen heruntergeladen werden oder in Teilen vom Server des Rechenzentrums der FSU Jena. Die Teile („Kapitel“) sind von unterschiedlicher Größe. Sie folgen der Kapitelteilung der elektronischen Gesamtausgabe (incl. Vorspann bzw. Vorwort), wenn auch mit einer jeweils eigenen Paginierung. Aber die Textfassungen sind identisch. 

Alice Bartsch hat sich neben ihrem Studium in mühevoller Kleinarbeit der Konversion der ursprünglichen Druckvorlage in ein anderes Format gewidmet. Von unserem Mitarbeiter Helmut Peukert wurde insbesondere die Ausgabe „in Teilen“ internetfähig gemacht. Beiden gebührt herzlicher Dank.

Jena, im Juli 2006

Prof. Dr. Ulrich Steltner

Inhalt

0.   Einleitung

I.    Grammatik

II.   Gesprächsbuch

III.  Phraseologisches deutsch-weißrussisches Wörterbuch

IV. Phraseologisches weißrussisch-deutsches Wörterbuch

V.  Deutsch-Weißrussisches Wörterbuch

VI. Weißrussisch-Deutsches Wörterbuch

VII. Geographische Bezeichnungen und weißrussische Personennamen

Literaturverzeichnis

show Content Begegnungen in Thüringen l Deutsch-polnische Kontakte regional

 

                                                                                                                       

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Begegnungen in Thüringen  l Deutsch-polnische Kontakte regional

JENS GOEBEL, Vorwort. EWA KRAUSS, Einleitung. GEROLD WUCHERPFENNIG, Regionalpartnerschaft Thüringen - Małopolska. RYSZARD KRÓL, Partnerschaft Thüringen-Małopolska. Das Generalkonsulat Polen in Leipzig als Mittler. HOLGER POPPENHÄGER, Partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Thüringer Landtag und der Woiwodschaft Małopolska.HANS-JÖRG HOFFMANN, Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Thüringen und Polen.STEFAN WALLENTIN, Europäisch denken - lokal handeln. Städtepartnerschaften zwischen polnischen und thüringischen Gemeinden.ULRICH STELTNER, Polonistik in Thüringen (Friedrich-Schiller-Universität Jena). JÜRGEN HENDRICH, Uniwersytet Jagielloński w Krakowie - Friedrich-Schiller-Universität Jena. Jahrzehnte einer engen und erfolgreichen Partnerschaft. CHRISTINE AMBERG, Photography in Time and Space oder Europa wächst zusammen.Ein Comenius l-Schulprojekt gefördert durch die Europäische Union, in dem unter anderem zwei Partnerschulen aus Polen und Deutschland eng zusammenarbeiten. HELMUT SCHUCHARDT, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. URSULA HÄRTL, Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. HANS-JOACHIM VEEN, Die polnisch-deutschen Projekte der Stiftung Ettersberg - eine vorrangige Zusammenarbeit. LEONORE KAHLER, Deutsch-polnische Kontakte in der politischen Bildung bei Arbeit und Leben Thüringen. CHRISTIAN STADALI, Europa ohne Grenzen - deutsch-polnische Partnerschaft im Paritätischen. JÖRG FISCHER, Deutsch-polnische Kooperation für neue Beschäftigungschancen von langzeitarbeitslosen Menschen. ANDREAS BEST UND SYLVIA ECKART, Ferien mit Freunden. Dreizehn Jahre deutsch-polnische Jugendbegegnung in Thüringen und Kalisz.DIRK WENDELMUTH, Pięknie=Schön. 10 Jahre deutsch-polnische Projekte in Weimar und Krakau. KATJA SCHÄFER, Deutsch-polnische Kommunikation mit Nachhaltigkeit. Kunstaktionen, Salons, Festival, Workshops und Ausstellungen Weimarer Kulturvereine.THOMAS SCHMIDT, Das Hörspiel "Träume unter dem Sarkophag" - ein Beispiel gelungener deutsch-polnischer Zusammenarbeit. STEFAN WALLENTIN, Jazz ohne Grenzen. Ein Gastspiel der Landesjugendbigband in Krakau. ECKEHARD PETERS, Polen in Thüringen. EWA KRAUSS, Gespräch mit Helena Mühe, der Ausländerbeauftragten der Stadt Weimar. KORNELIA ZAKRZEWSKA, Zwischen der mentalen Assimilation und Separation - über die Polen jenseits der Grenze. HANS HOFFMEISTER, Anstatt eines Nachwortes.

ISBN (alt) 3-98l093l-0-0             
ISBN (neu) 978-3-98l093l-0-0

8,- Euro

show Content Literatur und Kunst. Festgabe für Gerhard Schaumann

show Content Russische Literatur als deutsch-deutscher Brückenschlag

 

                                   

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Russische Literatur als deutsch-deutscher Brückenschlag
(1945-1990)

Der Sammelband ist aus einer durch die DFG geförderten Tagung hervorgegangen, die im März 2010 vom Institut für Slawistik und vom Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena veranstaltet wurde. Die Autoren widmen sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Frage, auf welche Weise das Sowjetunionbild in Deutschland seit 1945 durch die Rezeption der russischen Literatur insbesondere des 20. Jahrhunderts geprägt war (Gor'kij, Achmatova, Esenin u.a.). Darüber hinaus werden die grundsätzlichen Möglichkeiten von Literatur für die Vermittlung politischer Argumentation sowie die spezifischen in Ost und West wirkenden Rezeptionsmechanismen diskutiert.

Aus dem Inhalt: ULRICH STELTNER (Jena): Einführung - DIRK VAN LAAK (Gießen): Das Bild der Sowjetunion in Deutschland nach 1945 - KARL EIMERMACHER (Bochum): Rezeptionsmechanismen russischer Prosa-Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland - GUDRUN GOES (Magdeburg): Immer Nachtasyl und Sommergäste. Maksim Gor'kijs Dramen auf deutschen Bühnen seit 1945 - ANDREA MEYER-FRAATZ (Jena): Lermontov in Ost und West. Zur übersetzerischen Rezeption seiner Lyrik zwischen 1945 und 1989 - FRITZ MIERAU (Berlin): "Ach, lebt die Achmatowa noch?" Gedichte der russischen Moderne in der DDR - SYLVIA JURCHEN (Jena): Die sowjetische Rus - verzerrt im ernsten Spiel? Rainer Kirsch übersetzt Sergej Esenin - CHRISTINE FISCHER (Jena): "In eines Anderen Sache sprechen". Paul Celan als Übersetzer russischer Lyrik in deutschen Literaturzeitschriften.

ISBN 978-3-9810931-4-8

€ 15,-